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Thailand nur noch 30 Tage visumfrei: eure Route

Deutsche dürfen seit dem 15. September 2026 nur 30 Tage visumfrei in Thailand bleiben. Was das für Routen von 3 bis 5 Wochen heißt: Verlängerung, Landgrenzen.

Stand: November 2026

Die Chakri-Maha-Prasat-Halle im Großen Palast von Bangkok
Foto: Kirandeep Singh Walia / Pexels

Deutsche dürfen in Thailand seit dem 15. September 2026 nur noch 30 Tage visumfrei bleiben, nicht mehr 60. Bis zu vier Wochen ändert sich für eure Route wenig; ab fünf Wochen braucht ihr die Verlängerung um 30 Tage oder ein Visum vor der Reise.

Was sich geändert hat: 30 statt 60 Tage

Das Außenministerium Thailands hat die Änderung am 3. September 2026 in seiner Pressekonferenz zusammengefasst: Die Verordnung ist am 31. August 2026 im Royal Gazette erschienen, die Regeln gelten ab dem 15. September 2026. Die bisherige Regelung mit 60 Tagen ist abgeschafft. Wer schon vor dem 15. September im Land war oder angereist ist, darf bis zum Datum im Einreisestempel bleiben.

Für deutsche Staatsangehörige nennt das Auswärtige Amt (Stand 1. November 2026) die Regeln so:

  • Für touristische Aufenthalte braucht ihr grundsätzlich kein Visum vor der Einreise.
  • Bei der Einreise wird ein Aufenthalt von höchstens 30 Tagen gewährt.
  • Ihr müsst die Weiter- oder Rückreise mit einem Flug-, Bus- oder Zugticket nachweisen können. Gelingt das nicht, werden Reisende visumpflichtig.
  • Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert.

Wer im Netz noch „60 Tage visumfrei“ liest, sieht eine ältere Regel. Maßgeblich ist die Seite des Auswärtigen Amts, und die ändert sich: Schaut vor dem Buchen der Flüge und noch einmal kurz vor dem Abflug nach.

Was das für Routen von drei bis fünf Wochen heißt

Die 30 Tage zählen ab der Einreise. Das Datum im Einreisestempel zeigt, bis wann ihr bleiben dürft; schaut es euch bei der Passkontrolle an und tragt es in den Kalender ein. Wir planen davon ausgehend rückwärts, weil die Ausreise vor diesem Datum liegen muss.

Drei Wochen: kein Problem

Eine Route von 21 Tagen passt komplett in die visumfreie Zeit, auch mit Puffer. Typisch wären Bangkok, Chiang Mai und eine Inselgruppe. Hier ändert sich gegenüber dem Vorjahr praktisch nichts, außer dass die Reserve kleiner ist: Ein verpasster Anschluss oder ein ausgefallener Flug lässt sich nicht mehr mit einer Woche Spielraum auffangen.

Vier Wochen: knapp, aber machbar

Bei 28 Tagen bleiben zwei Tage Luft. Wir empfehlen, den Rückflug nicht auf den letzten erlaubten Tag zu legen, weil schon ein Tag Überziehung Geld kostet (siehe unten) und eine Verspätung des Flugs nicht in eurer Hand liegt. Wer die vier Wochen ausfüllen will, plant die letzte Etappe deshalb kürzer oder fliegt einen Tag früher.

Fünf Wochen und mehr: Verlängerung oder Visum

Ab 31 Tagen in Thailand gibt es zwei Wege:

  1. Verlängerung im Land. Das Auswärtige Amt nennt eine einmalige Verlängerung um höchstens weitere 30 Tage, nur für touristische Zwecke. Damit kommt ihr auf bis zu 60 Tage, also gut acht Wochen.
  2. Touristenvisum vor der Reise. Es berechtigt laut Auswärtigem Amt im Regelfall zu höchstens 60 Tagen Aufenthalt. Das E-Visum beantragt ihr über die Webseite des thailändischen Außenministeriums. Das lohnt sich, wenn ihr die Sicherheit schon zu Hause haben wollt und nicht am Amt vor Ort stehen möchtet.

Wir würden bei fünf Wochen die Verlängerung bevorzugen, wenn die Route ohnehin einen Aufenthalt von mehreren Tagen an einem Ort vorsieht. Der Grund: Der Antrag wird beim Immigration Bureau gestellt, und dafür müsst ihr Zeit an einem Ort einplanen. Wer Tag für Tag weiterzieht, tut sich mit dem Visum vorab leichter.

Ein Zug am Bahnsteig eines Bahnhofs in Thailand
Foto: Bobby Brown / Pexels

Die Verlängerung: so geht es

Die Verlängerung ist kein Selbstläufer, aber einfach, wenn ihr die Reihenfolge einhaltet.

  • Wann: vor Ablauf der 30 Tage. Wir legen ihn in die zweite Woche oder spätestens in die dritte, nicht auf den letzten Tag.
  • Wo: beim zuständigen Immigration Bureau der thailändischen Einwanderungsbehörde. In welcher Stadt das für euch ist, hängt von eurem Aufenthaltsort ab.
  • Wie oft: einmal.
  • Um wie viel: um höchstens 30 Tage.
  • Was kostet es: Die Gebühr und die nötigen Unterlagen erfahrt ihr beim Immigration Bureau.
  • Über wen: Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich, keine Dienstleister wie Reisebüros oder Hotels in Anspruch zu nehmen, und weist auf Betrug mit gefälschten Visa hin.

Plant für die Etappe, in der ihr den Antrag stellt, einen Puffer ein. Wir würden dafür keinen Ort wählen, an dem ihr nur eine Nacht bleibt.

Ausreise und Wiedereinreise: was zählt

Viele Routen verlassen Thailand zwischendurch: nach Laos, nach Vietnam, nach Malaysia oder nach Kambodscha. Dann stellt sich die Frage, ob eine Wiedereinreise die 30 Tage neu startet. Jede visumfreie Einreise gewährt bis zu 30 Tage; die Behörde legt die Dauer bei der Einreise fest. Wie oft ihr einreisen dürft, hängt aber vom Weg ab:

  • Über Land und See ist die visumfreie Einreise auf höchstens zwei Einreisen pro Kalenderjahr begrenzt.
  • Bei Flugeinreisen entscheidet die Einwanderungsbehörde.

Für eure Planung heißt das: Eine Route, die von Bangkok (Ankunft per Flug) über Land nach Laos und über Land zurück führt, verbraucht eine Landeinreise. Das Kalenderjahr zählt, nicht die Reise. Wer im Januar schon einmal über Land eingereist ist, hat im Dezember weniger Spielraum. Klärt deshalb vor der Buchung, wie viele Landeinreisen in diesem Jahr schon im Pass stehen.

Verlasst euch außerdem nicht darauf, dass eine Ausreise die Verlängerung ersetzt. Ob die Einwanderungsbehörde bei einer schnellen Rückkehr per Flug erneut 30 Tage gewährt, entscheidet sie bei der Einreise. Eine Route, die nur mit dieser Annahme aufgeht, ist keine sichere Route.

Welche Landgrenzen für Routen infrage kommen

Nicht jede Landgrenze ist eine Option:

  • Kambodscha: Laut Auswärtigem Amt (Stand 1. November 2026) sind sämtliche Grenzübergänge zwischen Thailand und Kambodscha weiterhin geschlossen. Vor Reisen in das Grenzgebiet, 20 Kilometer um den Grenzverlauf, wird gewarnt. Was das für die Route bedeutet, steht in unserem Artikel zur geschlossenen Grenze zwischen Thailand und Kambodscha.
  • Malaysia: Vom Landweg zwischen Malaysia und Thailand rät das Auswärtige Amt in seinen Hinweisen zu Malaysia (Stand 2. November 2026) dringend ab. Der Landweg ist für Routen nach Malaysia keine Option.
  • Laos: Der Übergang über den Mekong bei Nong Khai ist die klassische Verbindung. Für Laos brauchen Deutsche ein Visum, ein E-Visum kostet laut Auswärtigem Amt 50 USD für 30 Tage. Die Rückreise nach Thailand über Land ist wieder eine Landeinreise im Sinne der Zwei-pro-Jahr-Regel.

Wenn ihr Thailand mit Vietnam kombiniert, gilt für Vietnam eine eigene Frist. Für Deutsche ist Vietnam bis zu 45 Tage visumfrei; die Details stehen in unserem Artikel zu Vietnam mit 45 Tagen visumfrei. Wer in der Zeit um das vietnamesische Neujahrsfest reist, findet die Planung im Artikel zu Vietnam im Winter und Tết 2027.

Einreise in der Praxis: TDAC, Nachweise, Geld

Vor der Ankunft füllt ihr online die Thailand Digital Arrival Card aus. Sie ist kostenlos, ersetzt das Papierformular und ist laut Auswärtigem Amt frühestens drei Tage vor der Ankunft möglich. Nutzt dafür nur die offizielle Seite der Einwanderungsbehörde, tdac.immigration.go.th. Die Seite trägt den Zusatz „No Fees Required“; wer für das Formular zahlen soll, ist auf einer Vermittlungsseite gelandet.

Bei der Einreise können Stichproben kontrolliert werden:

  • Weiter- oder Rückreise: Flug-, Bus- oder Zugticket. Ohne Nachweis werdet ihr visumpflichtig. Für eine Route mit Landausreise heißt das: Das Busticket nach Laos oder das Flugticket nach Vietnam kann der Nachweis sein.
  • Geld: Das Auswärtige Amt nennt für Einreisen ohne Visum oder mit Touristenvisum mindestens 20.000 THB pro Person in bar (rund 550 €), für Familien 40.000 THB (rund 1.100 €). Es handelt sich um Stichproben, nicht um eine Kontrolle bei jeder Einreise.
  • Reisepass: Er muss bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein. Wer im Frühjahr 2027 fliegt, prüft das Ablaufdatum jetzt.

Was Überziehen kostet

Die Frist ist hart. Bis zu 40 Tage Überziehung kosten laut Auswärtigem Amt pauschal 500 THB pro Tag, höchstens 20.000 THB. Das Amt nennt dafür rund 14 € pro Tag und rund 570 € im Höchstfall. Dazu können Festnahme, Abschiebehaft und eine Wiedereinreisesperre kommen. Rechnet deshalb in der Planung mit dem Stempeldatum, nicht mit „ungefähr einem Monat“.

Wenn es nicht klappt

  • Die Verlängerung ist nicht möglich oder dauert zu lange. Plant den Rückflug oder die Ausreise vor Ablauf der 30 Tage und streicht die letzte Etappe. Lieber reist ihr rechtzeitig aus, als nach Ablauf der Frist auf die Verlängerung zu warten.
  • Ihr könnt die Weiter- oder Rückreise nicht belegen. Dann werdet ihr visumpflichtig. Haltet das Ticket für die Weiter- oder Rückreise bei der Passkontrolle griffbereit, ausgedruckt oder auf dem Telefon.
  • Die zweite Landeinreise wird zum Problem. Dann streicht ihr eine der Landstrecken und kürzt die Route.
  • Euer Plan sieht Kambodscha über Land vor. Streicht die Landstrecke oder ersetzt sie durch einen Flug; die Grenze ist laut Auswärtigem Amt geschlossen.
  • Ihr bemerkt zu spät, dass ihr länger bleiben wollt. Der Antrag geht nur vor dem Fristende.

Checkliste vor dem Buchen

Bevor ihr Flüge und Unterkünfte reserviert, geht diese Punkte in Ruhe durch:

  1. Länge der Route in Tagen: Zählt vom Ankunftstag bis zum Ausreisetag. Liegt die Zahl über 30, entscheidet ihr euch jetzt für Verlängerung oder Visum.
  2. Landgrenzen: Streicht jede Etappe über die Grenze zu Kambodscha. Zählt dann, wie oft ihr über Land oder See nach Thailand einreist; erlaubt sind ohne Visum zwei pro Kalenderjahr.
  3. Pass: Mindestens sechs Monate Gültigkeit bei der Einreise, Reisepass statt Personalausweis, für jede mitreisende Person.
  4. Nachweise: Ein Ticket für die Weiter- oder Rückreise und der Geldnachweis für die Stichprobe.
  5. TDAC: Frühestens drei Tage vor der Ankunft, nur über die offizielle Seite. Haltet Passnummer und Flugdaten bereit.

Unser Fazit für die Planung

Die 30 Tage machen Thailand nicht unmöglich, sie machen die Planung enger. Bis zu vier Wochen ändert sich wenig; wir empfehlen dort einen Tag Puffer vor dem Stempeldatum. Für fünf Wochen reicht eine Verlängerung oder ein Visum, beides vor dem Ablauf, nie nachträglich. Und für jede Route mit Grenzübertritt gilt: Zählt die Landeinreisen des Jahres, bevor ihr das Ticket kauft.

Schaut vor Reisebeginn noch einmal auf die Seite des Auswärtigen Amts: Dort stehen immer der aktuelle Stand und das Datum der letzten Änderung.

Einreise & Visum

Angaben für deutsche Staatsangehörige.

Visumfrei
30 Tage pro Einreise seit dem 15. September 2026, für touristische Aufenthalte
Verlängerung
einmal um höchstens 30 Tage, nur für Tourismus, vor Ablauf beim Immigration Bureau beantragen
Weiter- oder Rückreise
Nachweis per Flug-, Bus- oder Zugticket
Online-Anmeldung
TDAC, kostenlos, frühestens drei Tage vor der Ankunft
Reisepass
mindestens sechs Monate gültig bei der Einreise; Personalausweis wird nicht akzeptiert
Einreisen pro Jahr
über Land und See ohne Visum höchstens zwei pro Kalenderjahr

Stand: November 2026

Praktisch

TDAC
kostenlos; ausfüllen frühestens drei Tage vor der Ankunft
Geldnachweis
Stichproben bei der Einreise: 20.000 THB pro Person (laut Auswärtigem Amt rund 550 €), für Familien 40.000 THB
Verlängerung
Kosten und Unterlagen beim Immigration Bureau erfragen; nicht über Hotels oder Reisebüros
Überziehung
500 THB pro Tag, höchstens 20.000 THB, dazu drohen Festnahme und Wiedereinreisesperre
Geprüft
im November 2026, Stand der Quelle: 1. November 2026

Häufige Fragen

Wie lange dürfen Deutsche ohne Visum in Thailand bleiben?

Seit dem 15. September 2026 gewährt Thailand bei der visumfreien Einreise einen Aufenthalt von höchstens 30 Tagen, laut Auswärtigem Amt für touristische Aufenthalte deutscher Staatsangehöriger. Vorher waren es 60 Tage. Dazu braucht ihr einen gültigen Reisepass und den Nachweis der Weiter- oder Rückreise.

Kann man die 30 Tage in Thailand verlängern?

Ja, einmal und um höchstens weitere 30 Tage, nur für touristische Zwecke. Den Antrag stellt ihr vor Ablauf der 30 Tage beim zuständigen Immigration Bureau. Das Auswärtige Amt rät, dafür keine Dienstleister wie Reisebüros oder Hotels zu nutzen. Die Gebühr und die nötigen Unterlagen erfahrt ihr beim Immigration Bureau. Ohne Verlängerung müsst ihr nach den 30 Tagen ausreisen, sonst droht eine Geldstrafe pro Tag.

Was ist das TDAC und was kostet es?

Das TDAC (Thailand Digital Arrival Card) ist die digitale Einreisekarte, die das Papierformular ersetzt. Sie ist kostenlos und wird online ausgefüllt, frühestens drei Tage vor der Ankunft. Nutzt nur die offizielle Seite tdac.immigration.go.th, denn andere Seiten sind keine offiziellen Angebote und verlangen womöglich Geld für das Formular.

Wie oft darf man ohne Visum nach Thailand einreisen?

Über Land und See ist die visumfreie Einreise laut Auswärtigem Amt auf zwei Einreisen pro Kalenderjahr begrenzt. Bei Flugeinreisen entscheidet die Einwanderungsbehörde. Plant deshalb nicht mit einer festen Zahl von Flugeinreisen, sondern fragt im Zweifel vor dem Abflug beim Auswärtigen Amt oder der Botschaft nach.

Was passiert, wenn man länger bleibt als erlaubt?

Bis zu 40 Tage Überziehung kosten pauschal 500 THB pro Tag, höchstens 20.000 THB (laut Auswärtigem Amt rund 14 € pro Tag, rund 570 € im Höchstfall). Zusätzlich drohen Festnahme, Abschiebehaft und eine Wiedereinreisesperre. Verlängert deshalb rechtzeitig oder reist vor Ablauf der Frist aus.

Offizielle Quellen